Auf dieser Seite finden Sie die Standpunkte der FDP Coburg-Stadt zu aktuellen lokalen oder regionalen Themen. Wenn Sie sich für bundes- oder landespolitische Themen interessieren, nutzen Sie bitte das Informationsangebot unserer Partei auf den jeweiligen Seiten unter dem Menüpunkt „Links“.  Wir freie Demokraten wollen die Zukunft unserer Stadt mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam gestalten. Wenn Ihnen also ein bestimmtes Thema „auf den Nägeln brennt“, teilen Sie uns dies bitte mit!

Deutschklassen für Migrantenkinder?

– Kommentar von Dr. Hans-Heinrich Eidt, Coburg –

Ministerpräsident Söder fordert Deutschlassen, also separaten Sprach- und Werteunterricht für Migrantenkinder. Diese sollen erst dann am Regelunterricht teilnehmen, wenn sie unsere Sprache verstehen.

Dies kritisieren nicht nur der Bay. Lehrer- und Lehrerinnenverband, sondern auch die Integrationsbeauftragte  der FDP im Bundestag.  Dieser Vorschlag verstoße gegen die Grundsätze der Integration.

Dies verwundert bei einer liberalen Bundestagsabgeordneten. Das Problem liegt im Gegensatz zu der dort geäußerten Meinung nicht im zweifellos vorhandenen Lehrermangel. Wie soll aber ein Grundschullehrer 20 Kinder unterrichten, von denen 4 bis 10 kein Deutsch verstehen? Selbst wenn auf einen Lehrer nur 3 deutsche und 2 sudanesische Schüler kämen, bliebe das Problem des gemeinsamen Unterrichts bestehen: zwei Schüler können schon die einfachsten Anweisungen, geschweige denn Lehrinhalte nicht verstehen. Der Lehrer kann dann nur die deutschen Schüler vernachlässigen, um sich den Migrantenkindern mit Händen und Füßen verständlich zu machen.

Eine vorgezogene „Deutschklasse“, in der den Kindern Sprachunterricht erteilt wird, löst einerseits das Verständigungsproblem im Unterricht und ermöglicht andererseits erst eine Integration, weil das  Kind, das dem Unterricht folgen kann, auch die neue Welt, in die es nun hineingeschoben wurde, verstehen lernt.

Die Probe auf´s Exempel kann jeder Erwachsene selbst machen, wenn er sich in einen VHS-Kurs für Griechisch, Arabisch oder Chinesisch setzt zu einem Lehrer, der auch im Unterricht ausschließlich diese Sprache schreibt und spricht. Er wird schon an der Schrift scheitern und nicht einmal bis zur Aussprache, geschweige denn .zum Inhalt der Zeichen vordringen.

 

Leistungsfähige Bahnanbindung im Fernverkehr

Die Stadt Coburg ist als Oberzentrum mit den Einzugsgebieten Nordwest-Oberfranken und Südthüringen ein wichtiger Standort für viele Unternehmen und Menschen in unserer Region. Deshalb fordert die FDP Coburg-Stadt eine leistungsfähige Anbindung Coburgs an den Bahnfernverkehr. Nach Fertigstellung der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke München – Berlin Ende 2017, welche dann auch über Coburg führen wird, sehen wir Freie Demokraten eine regelmäßige Anbindung der Stadt Coburg an den ICE als oberste Priorität an.

Wir fordern einen zweistündigen Systemhalt in Coburg!

Insbesondere nach dem Wegfall des ICE-Haltepunkts in Lichtenfels, droht dem gesamten Einzugsgebiet eine Abkopplung vom Schienenfernverkehr. Dies ist für eine so leistungsstarke Region nicht hinnehmbar.  Als unterstützende Maßnahme zur Steigerung des Fahrgastpotenzials setzen wir uns seit langer Zeit für den Bahnlückenschluss zwischen Coburg und Südthüringen ein (Werra-Bahn).

Die Stadt Coburg fordern wir auf, im Bereich des Coburger Bahnhofs endlich ihre Hausaufgaben zu machen und mit den Planungen für ausreichend Langzeitparkplätze zu sorgen. Die derzeitigen Unternehmungen der Stadtführung und der Verwaltung sehen wir bis dato als absolut ungenügend an.

 

Neubau Verkehrslandeplatz

Als Standort vieler großer Unternehmen und Global-Player benötigt Coburg eine den neuen Bedingungen entsprechende Luftverkehrsanbindung. Ein Ausbau des bestehenden Verkehrslandeplatzes auf der Brandensteinsebene, auf ein in Zukunft tragfähiges Niveau, gestaltet sich als schwierig und kostenintensiv. Außerdem wäre ein nachhaltiger Ausbau mit starken Einschnitten in die Landschaft und einer zusätzlichen Belastung für die Bürger verbunden. Ob der geplante Flugplatzneubau bei Naida die beste Lösung ist, bleibt bis dato umstritten.

Die Coburger FDP ist der Überzeugung, dass unsere Stadt und der Landkreis, verbunden mit den ansässigen Unternehmen, einen entsprechenden Verkehrslandeplatz benötigt. Die letztendliche Lösung muss allerdings neben den Auswirkungen für Mensch und Natur, auch unter dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt für alle Betroffenen nachhaltig tragbar sein.

 

Innenstadtentwicklung

Als größtes Problem der Coburger Innenstadt sehen wir den zunehmenden Ladenleerstand an, welcher mittlerweile auch schon in sogenannten 1b-Lagen vorzufinden ist. Hinzu kommt die in den letzten Jahren wachsende Konkurrenz auf der grünen Wiese und durch das Internet. Uns ist bewusst, dass sich der Einzelhandel seit einigen Jahren in einem Wandel befindet. Außerdem soll eine Kommune nicht in den freien Markt von Angebot und Nachfrage eingreifen. Allerdings kann die Stadt Coburg Rahmenbedingungen schaffen, die es den Coburger Einzelhändlern erleichtert, neue Kunden in die Innenstadt zu locken.

Bereits während des letzten Kommunalwahlkampfes 2013/2014 war eine zentrale Forderung der Freien Demokraten die Schaffung von kostenlosen Kurzzeitparkplätzen in der Coburger Innenstadt. Wir sind der Meinung, dass durch diese Maßnahme viele potenzielle Kunden in die Innenstadt gelockt würden.

Auch eine versuchsweise Öffnung des Steinwegs als Einbahnstraße oder verkehrsberuhigten Bereich würden wir begrüßen. Der Steinweg war vor der Ernennung zur Fußgängerzone eine belebte Einkaufsstraße in der Coburger Innenstadt. Für die Größe der Coburger Innenstadt sind die aktuell ausgewiesenen Fußgängerzonen zu groß. Neueste Stadtentwicklungs-konzepte rücken in kleinen und mittelgroßen Städten von den damals großflächigen Fußgängerzonen ab.

Des Weiteren befinden sich gerade auch im östlichen Innenstadtgebiet eine Menge ganztägig ausgewiesene Anwohnerparkplätze. Eine Beschränkung auf den Zeitraum von 18:00 – 08:00 Uhr würde auch hier, zumindest tagsüber, zusätzliche Stellplatzkapazitäten schaffen.