Anbindung Brose-Werksgelände aus dem Süden

In den letzten Wochen wurde viel über den Ausbau des Weichengereuths diskutiert. Zu diesem hatte die FDP Coburg-Stadt bereits 2019 einen Alternativvorschlag zu einem vierspurigen Ausbau gebracht. Nach der Abstimmung im Stadtrat hat die FDP einen Antrag gestellt, aufgrund dessen die Stadt einen Ausbau mit nur drei Streifen begutachten.  Hier soll geprüft werden, ob mit zwei Durchgangsfahrbahnen und einem dritten Streifen für Linksabbieger bzw. zum Einfädeln, die Leistungsfähigkeit der Bundesstraße deutlich gesteigert werden kann und somit auch eine solche Variante in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden kann.

Zur bisherigen Diskussion bzw. Plänen kam in den letzten Wochen nun hinzu, dass die Firma Brose auf ihrem Werksgelände ein Logistikzentrum baut und auch die Perspektive weiterer Gebäude, sei es nun Verwaltung oder Entwicklung, und damit Investitionen in den Standort Coburg aufgezeigt hat.

Ausgehend von dieser Tatsache und der Forderung nach einer besseren Verkehrsanbindung für diesen Standort, haben wir uns Gedanken gemacht, wie sich eine Verbesserung ergibt, wenn man unser Alternativkonzept einbezieht. Die Zufahrt von Norden erfolgt über die Frankenbrücke und die Uferstraße (grün), wie bisher auch von Brose vorgesehen. Die Abfahrt nach Norden erfolgt über den Kreisverkehr, die Bamberger Straße und die Frankenbrücke (gelb). Hier kann also alles beim Alten bleiben.

Die Anbindung aus Süden gestaltet sich etwas aufwändiger und ist mit zusätzlichen Baumaßnahmen verbunden.

Die FDP Coburg-Stadt spricht sich dafür aus, dass eine zusätzliche Abfahrt zwischen bestehender Südzufahrt und der aktuellen Einmündung der Wassergasse entsteht: Die Fahrzeuge könnten dann, von Süden kommend auf der rechten Spur in Richtung Uferstraße abbiegen (rot). Die Abfahrt könnte von der Länge her so gestaltet werden, dass hier auch im Falle eines Rückstaus keine gefährliche Situation entsteht, zumal diese Abfahrt das Ende der rechten Fahrspur im vierstreifigen Bereich bedeuten würde, also Fahrzeuge auch immer links vorbeifahren können.

Zu prüfen wäre, ob die bestehende Itz-Bahn-Brücke in der Höhe ausreiche

nd Platz für den LKW-Verkehr bietet. Hinter der Eisenbahnbrücke muss die Straße dann breiter gestaltet werden, um auch Gegenverkehr zu ermöglichen (die Abfahrt selbst wäre eine Einbahnstraße). Zudem müsse ein LKW-Wartebereich in der Uferstraße geplant werden, der berücksichtigt, dass die LKWs aus beide Richtungen (Uferstraße von Norden und Süden) anfahren können.

Die Ausfahrt nach Süden erfolgt dann ähnlich den Plänen der Firma Brose, allerdings nicht zurück über die Uferstraße, sondern über die Wassergasse (blau). Die dortigen Unterführungen unter Bahn und Bundesstraße müssten ohnehin so verbreitert werden, dass ein normaler Begegnungsverkehr möglich ist, auch sollte der Radverkehr in die Planungen mit einbezogen werden.

Eine Ausfahrt aus der Wassergasse auf die B4 nach Süden ist auch heute schon recht problemlos und ohne hohe Wartezeiten möglich. Zu prüfen wäre, ob hier noch eine Einfädelspur in den Ausbau mit einfließen sollen und inwieweit Linksabbiegerverkehr zulässig wäre, da hier nicht nur das Gefahrenpotential steigt, sondern auch Rückstaus entstehen können. Für die Anbindung des Brose-Logistikzentrums wäre diese Möglichkeit ohnehin unerheblich.

Die hier von der FDP Coburg-Stadt vorgeschlagene Lösung kommt, genau wie unser Konzept für den Ausbau des restlichen Weichengereuths, ohne neue Ampeln aus, um so den Verkehrsfluss zu optimieren und Wartezeiten (und damit einhergehende Umweltbelastung) zu vermeiden.


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