Anfrage: Aktueller Stand zur Planung Ausbau der B4 im Bereich Weichengereuth

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Sauerteig,

wir bitten um Beantwortung folgender Fragen in der nächsten Stadtratsitzung:

Welche Maßnahmen wurden seitens der Stadt Coburg seit der Ablehnung des Antrages zum Ausbau des Weichengereuths im Mai 2020 unternommen, um zu überprüfen, ob auch ein verkleinerter Ausbau bzw. generell eine Sanierung des Weichengereuths mit Kostenübernahme aus Bundesmitteln möglich ist?

Konkret:

  • Wurde in dieser Sache mit dem BMVI Kontakt aufgenommen, um Möglichkeiten eines verkleinerten Ausbaus im Zuge des BVWP zu erörtern?
  • Wurde eine Möglichkeit in Betracht gezogen, dass Ausbauprojekt Weichengereuth vom reinen Straßenausbaubedarf in ein Kombinationsprojekt Schiene + Straße umzuwidmen?
    Hintergrund: Der aktuelle Gutachterentwurf für den Deutschlandtakt 2030 sieht u.a. einen „mehrgleisigen Ausbau im Bereich Coburg“ vor, mit dem wohl unter anderem die Wiederherstellung der Zweigleisigkeit im Abschnitt Güterbahnhof – Hauptbahnhof gemeint sein soll. Bisher war der Ausbau des Weichengereuthes vornehmlich ein Straßenprojekt, in dessen Zuge aber im Bauabschnitt eine Zweigleisigkeit hergestellt werden sollte, wohl als Gegenleistung für den Verkauf des Geländes der DB an den Bund, der Schienenausbau war also eher Nebensache. Im Zuge der Verkehrswende, vor allem aber im Hinblick auf den Deutschlandtakt sollte dieser aber mehr in den Fokus gestellt werden und das Projekt, wie schon vom staatlichen Bauamt vorgesehen, als Kombinationsprojekt deklariert werden. Somit wäre die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des BVWP nicht an die Leistungssteigerung auf Straßenseite gekoppelt, sondern würde durch eine generelle Leistungssteigerung für den Verkehr, die schon mit dem Schienenausbau erfüllt sein sollte, ersetzt. Da zudem der Deutschlandtakt 2030 als Prestigeprojekt für das BMVI angesehen werden kann und für den Schienenausbau, der im Gutachterentwurf enthalten ist und wohl auch im finalen Gutachten zu finden sein wird, der BVWP ohnehin angepasst werden muss, um die dort enthaltenen Baumaßnahmen aufzunehmen, scheinen hier die Aussichten auf eine Änderung des BVWP 2030 aus unserer Sicht am aussichtsreichsten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Michael Zimmermann, Stadtrat

Dr. Hans-Heinrich Eidt, Stadtrat


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