Antrag: Zweigleisigkeit der Bahnstrecke bei der Unterführung Rodacher Straße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Sauerteig, sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,

der Stadtrat zu Coburg möge beschließen:

Das Bauamt der Stadt Coburg wird angewiesen, die Planungen für die Unterführung Rodacher Straße dahingehend zu ändern, dass optional ein zweites Gleis über die Unterführung verlegt werden kann.

Begründung:

Aktuell sehen die Planungen für die Unterführung Rodacher Straße vor, dass das bestehende Gleis (Bahnhalt Coburg-Nord) darauf verlegt werden kann. Ein späterer Ausbau mittels eines zweiten Gleises wird durch diese Unterführung unmöglich gemacht.

Weder die Deutsche Bahn (DB) noch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) haben bisher verlautbaren lassen, dass sie für den Fernverkehr bzw. den Nahverkehr eine Erweiterung der Gleisanlagen im Coburger Norden benötigen. Gleichwohl scheint diese Option mittel- bzw. langfristig notwendig.

Einerseits hat die BEG mitgeteilt, dass spätestens mit der Bereitstellung der Verbindung Coburg-Erfurt über die Schnellfahrstrecke das derzeitige Gleis an seine Kapazitätsgrenzen gelangt. Andererseits sieht der vom Bundesverkehrsministerium vorgelegte Vorschlag für den Deutschlandtakt (dritter Gutachtenentwurf) vor, dass der ICE ab 2030 im Zweistundentakt in Coburg halten soll. Hier wäre dann, legt man die Aussage der BEG zugrunde, die Kapazitätsgrenze überschritten.

Hinzu kommt, dass nicht nur die Auslastung ein Problem darstellt. Da auf dem Gleisabschnitt der Haltepunkt Coburg-Nord liegt, müssen dort immer wieder Züge von/nach Sonneberg und ab 2023 wohl auch von/nach Erfurt halten. Würde dann aufgrund einer Verspätung ein anderer Zug ebenfalls dieses Gleis benötigen, sind keine Überholmöglichkeiten vorhanden. Insbesondere im Bezug auf den Deutschlandtakt 2030 und den ICE wäre ein in Coburg-Nord haltender Regionalexpress ein schweres Hindernis und wohl häufiger Ursache für Verspätungen.

Daher sehen wir es als nötig für den Deutschlandtakt an, dass ein zweites Gleis zwischen Coburg Hauptbahnhof und Dörfles-Esbach verlegt wird. Die Stadt Coburg sollte diese Option keinesfalls aufgrund der aktuellen Aussagen der DB/BEG ausschließen und daher die Planungen für die Unterführungen zukunftsfähig (auch im Sinne der Verkehrswende) gestalten. Daher beantragen wir, die Planungen so zu ändern, dass jederzeit ein zweites Gleis verlegt werden kann.

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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Sauerteig,

sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,

 

der Stadtrat zu Coburg möge beschließen:

Das Bauamt der Stadt Coburg wird angewiesen, die Planungen für die Unterführung Rodacher Straße dahingehend zu ändern, dass optional ein zweites Gleis über die Unterführung verlegt werden kann.

 

Begründung:

Aktuell sehen die Planungen für die Unterführung Rodacher Straße vor, dass das bestehende Gleis (Bahnhalt Coburg-Nord) darauf verlegt werden kann. Ein späterer Ausbau mittels eines zweiten Gleises wird durch diese Unterführung unmöglich gemacht.

Weder die Deutsche Bahn (DB) noch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) haben bisher verlautbaren lassen, dass sie für den Fernverkehr bzw. den Nahverkehr eine Erweiterung der Gleisanlagen im Coburger Norden benötigen. Gleichwohl scheint diese Option mittel- bzw. langfristig notwendig.

Einerseits hat die BEG mitgeteilt, dass spätestens mit der Bereitstellung der Verbindung Coburg-Erfurt über die Schnellfahrstrecke das derzeitige Gleis an seine Kapazitätsgrenzen gelangt. Andererseits sieht der vom Bundesverkehrsministerium vorgelegte Vorschlag für den Deutschlandtakt (dritter Gutachtenentwurf) vor, dass der ICE ab 2030 im Zweistundentakt in Coburg halten soll. Hier wäre dann, legt man die Aussage der BEG zugrunde, die Kapazitätsgrenze überschritten.

Hinzu kommt, dass nicht nur die Auslastung ein Problem darstellt. Da auf dem Gleisabschnitt der Haltepunkt Coburg-Nord liegt, müssen dort immer wieder Züge von/nach Sonneberg und ab 2023 wohl auch von/nach Erfurt halten. Würde dann aufgrund einer Verspätung ein anderer Zug ebenfalls dieses Gleis benötigen, sind keine Überholmöglichkeiten vorhanden. Insbesondere im Bezug auf den Deutschlandtakt 2030 und den ICE wäre ein in Coburg-Nord haltender Regionalexpress ein schweres Hindernis und wohl häufiger Ursache für Verspätungen.

Daher sehen wir es als nötig für den Deutschlandtakt an, dass ein zweites Gleis zwischen Coburg Hauptbahnhof und Dörfles-Esbach verlegt wird. Die Stadt Coburg sollte diese Option keinesfalls aufgrund der aktuellen Aussagen der DB/BEG ausschließen und daher die Planungen für die Unterführungen zukunftsfähig (auch im Sinne der Verkehrswende) gestalten. Daher beantragen wir, die Planungen so zu ändern, dass jederzeit ein zweites Gleis verlegt werden kann.

Foto: CC  3.0 von Störfix


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