Antrag: Selbstverpflichtung Ökologische Ausgleichsflächen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Sauerteig,
sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,

der Stadtrat zu Coburg möge beschließen,  bei zukünftigen Projekten, die zu einer weiteren Flächenversiegelung im Stadtgebiet führen, aus den entstehenden Einnahmen zweckgebunden ökologische Ausgleichsflächen erworben und bewirtschaftet werden.

Begründung:

Zweifellos wirtschaftlich notwendige Projekte wie der Verkauf der Dieselstraße oder die Ausweisung neuer Baugebiete im Stadtgebiet führen zu einer weiteren Flächenversiegelung im Stadtgebiet. Auch durch den Verkauf städtischer Flächen in bestehenden Gewerbegebieten, wie der Lauterer Höhe oder für Erweiterungen bestehender Betriebe entstehen der Stadt Coburg Einnahmen.

Bei einem Grundstückverkauf in bestehenden Baugebieten, wie Straße, Stellplätze oder Flächen auf der Lauterer Höhe sind ökologische Ausgleichsflächen nicht vorgeschrieben. Im Rahmen der Aufstellung eines Bebauungsplanes können Sie erforderlich werden. Es werden bei Wohngebieten in der Regel wohnortnahe Grünflächen angelegt oder wie beim Gewebegebiet Lautere Höhe wird dies durch Grünflächen im Bebauungsgebiet selbst gewährleistet. Bei Verbrauch landwirtschaftlicher Fläche ist die ökologische Ausgleichsfläche zwischen 0,2 und 0,5 des verbrauchten Areals. Am Problem der Flächenversiegelung insgesamt ändert dies nichts.

Die Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen ist nicht immer vorgeschrieben oder nicht ausreichend. Die Stadt Coburg sollte im Rahmen Ihrer Verpflichtung für den Umwelt- und Klimaschutz freiwillig zusätzliche ökologische Ausgleichsflächen hierfür schaffen. Hierzu könnten beispielsweise landwirtschaftliche Flächen im Itzgrund erworben werden und diese z.B. für Wiesenbrüterprojekte genutzt werden. Auch Aufforstungen wären denkbar. Natürlich sollten diese Flächen vorzugsweise im Stadtgebiet ausgewiesen werden, wo dies allerdings nicht möglich ist sind auch stadtnahe Flächen im Landkreis einzubeziehen.

Finanzielle Mittel, die der Stadt Coburg aus Flächenverkäufen entstehen, sollten in Zukunft im Rahmen einer Selbstverpflichtung zweckgerichtet für den Erwerb und die Bewirtschaftung ökologischer Ausgleichsflächen eingesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Michael Zimmermann,                                                   Dr. Hans-Heinrich Eidt
Stadtrat                                                                                     Stadtrat

 


Neueste Nachrichten