30.05.17 19:00 - 21:00 Gasthaus Goldenes Kreuz Herrngasse 1 96450 Coburg

Ist Bargeld noch zeitgemäß? – Über eine Zukunft ohne Scheine und Münzen

25 Euro Gebühr für eine Barzahlung an der Ladenkasse? Diesem Verhalten eines Stuttgarter Elektrohändlers schob die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg einen Riegel vor. Der Fall sorgte vor wenigen Wochen für Aufsehen, weil er am Grundverständnis vieler Deutschen rüttelt: Scheine und Münzen als geprägte Freiheit.

Seit Wochen läuft die Diskussion über eine mögliche Abschaffung von Bargeld. So hat auch der Wirtschaftsweise Peter Bofinger die Bundesregierung aufgefordert, für eine Abschaffung des Bargelds zu werben. Die Bundesregierung plant, eine Obergrenze für Barzahlungen einzuführen. Zahlungen von mehr als 5.000 Euro in bar sollen verboten werden. In einigen europäischen Ländern existiert bereits eine Bargeldobergrenze. Die Erfahrungen dort zeigen zwei Dinge: Erstens wird die Obergrenze weiter abgesenkt. So hat beispielsweise Frankreich seine Bargeldobergrenze erst im vergangenen Jahr von 3.000 auf 1.000 Euro gesenkt. Zweitens helfen die Bargeldobergrenzen nicht gegen Kriminalität und Schattenwirtschaft. Im Gegenteil: Im sogenannten Korruptions-Wahrnehmungsindex von Transparency International steht Frankreich heute nicht besser da als vor der Einführung der Bargeldobergrenze. Durch die derzeitige Niedrigzinspolitik mit der Einführung von Negativzinsen käme eine solche Umstellung gleichzeitig einer Enteignung gleich. Und: Ohne Bargeld ist eine Totalüberwachung der Bürger möglich. Diskutieren Sie mit uns über die Bedeutung von Bargeld, über die Vor- und Nachteile des bargeldlosen Zahlens und ob Bargeld ein Relikt aus der Zeit vor der Digitalisierung ist.

Wir laden Sie herzlich ein. Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten:

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